AUSSENWÄNDE DÄMMEN UND STEUERN SPAREN

Wer mit Erdgas oder Heizöl heizt, kann sich schon jetzt auf Verteuerungen einstellen. Der Verbrauch wird ab 2021 mit einer gesetzlich festgelegten „CO₂-Abgabe“ belastet, die über die Jahre immer weiter ansteigt.

Sparsamer Umgang mit erneuerbaren Energien wird gefordert und gefördert.
Am Ende soll die gesamte Energie, die wir verbrauchen, nur noch aus erneuerbaren Quellen kommen. Auch mit erneuerbaren Energien muss sparsam umgegangen werden, denn sie stehen weder jetzt noch in Zukunft unbegrenzt zur Verfügung.
Deshalb setzt der Gesetzgeber auf die Strategie „Efficiency first“. Für den Gebäudebereich heißt das: Energie zum Heizen muss so sparsam („effizient“) wie möglich eingesetzt werden.
Das gelingt nur mit gut gedämmten Außenwänden und einer dazu passenden energieeffizienten Heizung.
Der Staat setzt mit der steuerlichen Förderung nun einen entscheidenden Anreiz: Wer jetzt sein selbstgenutztes Wohneigentum mit einer Wärmedämmung ausstattet, kann dafür bis zu 40.000 € Förderung erwarten.
Der Naturschutz stellt klar:
„In der Tat darf man sich hinsichtlich regenerativer Energien keine Illusionen machen: Wenn man nur versucht – im Sinne des Green New Deal – fossile durch regenerative Energieträger zu ersetzen, wird das nicht ausreichen und zu unnötiger Umweltbelastung führen. Vorrangig muss deshalb die effiziente(re) Nutzung der vorhandenen Energie im Blickfeld stehen. Die steuerliche Förderung für die nachträgliche Wärmedämmung des Gebäudebestandes ist dafür ein wichtiger Beitrag.“

Förderfähig ist der Betrag, der für den fachgerechten Einbau und die mit der Maßnahme verbundenen Materialkosten angefallen ist. Maßgebend ist die Rechnung des Fachunternehmens.
Voraussetzung für die Förderung ist, dass das Gebäude bei der Durchführung der energetischen Maßnahme älter als zehn Jahre ist; maßgebend hierfür ist der Beginn der Herstellung.

Was wird gefördert?
Gefördert werden energetische Maßnahmen an zu „eigenen Wohnzwecken genutzten eigenen Gebäuden“.
Wieviel Geld gibt es von der Steuer zurück?
Die Förderung kann für mehrere Einzelmaßnahmen in Anspruch genommen werden, die zeitlich unabhängig voneinander erfolgen können. Jede Maßnahme wird für sich betrachtet. Für alle Maßnahmen zusammen wird für ein und dasselbe Gebäude maximal eine Steuerermäßigung von 40.000 € gewährt.
Der jeweilige Förderbetrag wird eins zu eins von der zu entrichtenden Einkommensteuer (nicht vom zu versteuernden Einkommen!) des Antragstellers abgezogen.
Die Förderung verteilt sich auf drei Jahre. Im Kalenderjahr, in dem die Dämmung fertiggestellt wird, können 7% der Aufwendungen (max. 14.000 €) von der Steuerschuld abgezogen werden. Im zweiten Jahr nach der Fertigstellung erfolgt der Abzug in gleicher Höhe wie im ersten Jahr (max. 14.000 €). Im dritten Jahr können 6% der Aufwendungen (max. 12.000 €) abgezogen werden. Insgesamt werden damit im Zeitraum von 3 Jahren 20% der Aufwendungen über einen Abzug von der Steuerschuld erstattet. Die Erstattung ist somit unabhängig vom individuellen Steuersatz des Antragstellers.
Die Förderung ist an das sogenannte „begünstigte Objekt“ gebunden. Gibt es mehrere Eigentümer, kann die Förderung insgesamt nur einmal in Anspruch genommen werden.

 

Energieberatung:
Die Einschaltung eines Energieberaters ist für die Inanspruchnahme der steuerlichen Förderung nicht notwendig.

Was muss vor Beginn der Modernisierungsmaßnahme beachtet werden?
Es ist nicht erforderlich, die Maßnahme vor Beginn „anzumelden“. Dass die örtlich geltenden Bauvorschriften zu beachten sind, versteht sich von selbst.
Wer kann die Modernisierungsarbeiten durchführen?
Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Arbeiten von einem Fachunternehmen durchgeführt werden. Alles andere ist nicht förderfähig.
Soweit es um Außen- oder Innendämmung geht, sind Fachunternehmen im Sinne des Gesetzes solche Unternehmen, die „Stuckateurarbeiten“ oder  „Maler- und Lackierungsarbeiten“ durchführen dürfen. Für diese Unternehmen gilt in Deutschland eine Meisterpflicht.
Welche Anforderungen müssen erfüllt werden?
Die Anforderungen, die mit der energetischen Modernisierungsmaßnahme erfüllt werden müssen, sind in einer Verordnungc geregelt.
Die Einhaltung der aufgeführten Mindestanforderungen ist durch das ausführende Fachunternehmen zu bestätigen.

Was ist sonst noch zu beachten?
Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Steuerermäßigung ist das Vorhandensein einer Rechnung:
„„ Die Rechnung muss auf den Steuerpflichtigen ausgefertigt sein.
„„ Die Rechnung muss die ausgeführten energetischen Maßnahmen sowie die Arbeitsleistung des Fachunternehmens und die Adresse des begünstigten Objektes ausweisen.
„„ Die Rechnung muss in deutscher Sprache ausgefertigt sein.
Der Nachweis, dass die Zahlung auf das Konto des Erbringers der Leistung erfolgt ist, muss vorliegen (keine Barzahlung!).
Wie lange gilt das Förderangebot?
Das Förderangebot gilt für energetische Modernisierungs- maßnahmen, mit denen nach dem 31. Dezember 2019 begonnen wurde und die vor dem 1. Januar 2030 abgeschlossen sind.
Beginn ist bei Maßnahmen zur Wärmedämmung in der Regel der Zeitpunkt des Beginns der Bauausführung.
Wenn für eine bestimmte Maßnahme eine Baugenehmigung erforderlich ist, ist der Beginn der Zeitpunkt, an dem der Bauantrag gestellt wird. Bei nicht genehmigungsbedürftigen Vorhaben, die der zuständigen Behörde zur Kenntnis zu geben sind, gilt als Beginn der Zeitpunkt des Eingangs der Kenntnisgabe bei der zuständigen Behörde.
Welche Unterlagen sind bei Inanspruchnahme der steuerlichen Förderung auf Verlangen vorzulegen?
Zu den auf Verlangen des Finanzamtes vorzulegenden Unterlagen gehören voraussichtlich:
„„ Nachweis, dass das Gebäude selbstbewohnt und bei der Durchführung der energetischen Maßnahme älter als zehn Jahre ist
„„ Rechnung des Fachunternehmens
„„ Überweisungsnachweis über die Rechnungssumme
„„ Erklärung des Fachunternehmens, dass die Mindestanforderungen gemäß Verordnung zur Bestimmung von Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden eingehalten sind
 

 

 

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